Rapidshare löscht alle Nutzerkonten: Filehoster schließt am 31. März 2015 seine Pforten.

Morgen ist es so weit: Der bekannte Filehoster Rapidshare macht endgültig dicht. Die Einstellung des aktiven Dienstes ab dem 31. März 2015 gaben die Betreiber auf ihrer Webseite bekannt. Wer noch wichtige Daten auf den Schweizer Rapidshare-Servern gespeichert hat, sollte diese nun unverzüglich sichern, denn Rapidshare wird morgen ebenfalls sämtliche Konten löschen.

Das Ende von Rapidshare: Auch Premium-Konten werden eingestellt

Dass Rapidshare nun endgültig dicht macht, kommt nicht wirklich überraschend. Nach dem Filesharing-Boom der Jahre 2006 bis 2010 ging es mit dem Web-Speicheranbieter stetig bergab. Seit April 2013 durften Nutzer des Gratis-Angebots nur noch 5 GByte Daten speichern, 14 Monate später wurden sämtliche Gratis-Upload-Zugänge deaktiviert.

Mit Einstiegspreisen von 50 Euro pro Monat für 300 GByte Speicherplatz konzentrierte sich der Dienst, der angeblich nur noch von einem Mann betrieben wurde, auf Pro- und Business-User. Aber auch das half augenscheinlich nicht: Am 31. März stellt Rapidshare den aktiven Dienst ein.

Rapidshare-Konkurrenz durch Megaupload und Mega

Mit dem bereits 2004 gegründeten Rapidshare ist eine der Größen der Filehosting- und Sharing-Szene nun endgültig am Ende. Gründe für den Niedergang des One-Click-Hosters gibt es mehrere: Gerichtliche Auseinandersetzungen erschwerten Rapidshare den Betrieb, da viele geschützte Medien zum Download bereitstanden.

Auch die starke Konkurrenz durch Kim Dotcoms Megaupload dürfte Rapidshare zu schaffen gemacht haben. Wie Medienrechts-Anwalt Christian Solmecke die rechtliche Grundlage von Megaupload-Nachfolger Mega einschätzt, sehen Sie in diesem Video:

Video: Mega: Lars Sobiraj im Interview über Kim Dotcom

Niedergang des Filesharing: Netflix, Spotifiy und Co. boomen

Das illegale Filesharing-Geschäft verliert nicht zuletzt mit dem Aufkommen günstiger Streamingflatrates von Spotify, Rdio, Netflix, Watchever & Co. zusehends an Attraktivität. Denn mittlerweile haben die legalen Streamingseiten einen großen Fundus an Musik, Filmen und Serien aufzuweisen. Wozu dann noch illegal Medien saugen?

Quelle






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